Gemeinde Wangerland

der Platz an der Nordsee

Schriftgröße ändern
Schriftgröße: Klein Schriftgröße: Normal Schriftgröße: Groß Schriftgröße: Sehr Groß

Schleuse Hooksiel


Bürger- und Unternehmensservice (BUS)

Bürgerinformation
Ratsinfo-Bürgerportal

Ratsinformation
Ratsinformationssystem

Abfuhrkalenderzum download



Job-Portal der Nordwest-Zeitung


Download Adobe Reader
Zum öffnen der PDF Dokumente benötigen Sie das kostenlose Programm Acrobat Reader.
zum download

Minser Seewiefken

Minsener SeewiefkenDas Wangerländer Wappen zeigt auf blauem Grund eine Nixe, das Seewiefken (friesische Koseform von Seewief für Seeweib). Ihr Oberkörper ist unbekleidet und das blonde Haar ist zu einem Zopf geflochten. Die rechte Hand hält sie mit drohendem Zeigefinger hoch. Der silberne, schuppenbedeckte Unterkörper endet als Schwanzflosse. Die Wappenfigur beruht auf einer alten Sage, die im 16. Jahrhundert aufgeschrieben wurde.

Danach haben Fischer aus Minsen, das demnach früher auf der Insel Minsener Oog gelegen haben soll, eine Nixe mit Fischunterleib eingefangen. Das bat bitterlich, es wieder freizulassen. Sie aber wollten es nicht. In einem günstigen Augenblick stürzte es sich in die Fluten. Am nächsten Tag, einem Sonntag, waren alle Minser in der Kirche, als ein fürchterlicher Sturm losbrach. Gerade als der Pastor seinen Segen gesprochen hatte, da stürzten die Wogen herein und verschlangen das Land und das Dorf. Davon ist bis auf den heutigen Tag das Sprichwort geblieben:

"Dat geiht ut as dat Bäen to Minsen!"
Auf Hochdeutsch: "Das geht aus wie das Beten zu Minsen"

Die wenigen Leute, die sich gerettet hatten, bauten später das jetzige Dorf. Die Stätte im Meer, wo das alte Dorf stand, nennt man bis auf den heutigen Tag das Minser Olloog (nach Kuhn u. Schwarz Norddeutsche Sagen). Historisch ist allerdings zweifelhaft, das ein früheres Minsen auf einer Insel lag.

Minsener SeewiefkenDieser Sage nach ist eine Bronzeskulptur gewidmet, die im Ortsteil Norderaltendeich in Deichnähe aufgestellt ist. Die Bildhauerin und Malerin Karin Mennen aus dem benachbarten Horum schuf 1992 die überlebensgroße Figur einer Nixe.